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Historische Entwicklung

Siedlungsgebiete und ev. Ortskerne

Die Gemeinde Kainbach präsentiert sich heute als eine ruhige, moderne Randgemeinde der Landeshauptstadt Graz mit einer hervorragenden Infrastruktur als reine Streusiedlung ohne Ortskern.
Bescheidene Ansätze einer Ortskernbildung sind zwar in *Hönigtal, in der Ragnitz und in Schaftal im Raum des Gasthauses Griesbauer mehr oder minder erkennbar, eine konkrete Realisierung ist aber auch in naher Zukunft kaum zu erwarten, da die Stadt Graz größtes Interesse an einer möglichst geringen Bautätigkeit in ihren unmittelbaren Nachbargemeinden hat, um die immer stärker werdende Abwanderung auf das Land zu bremsen und andererseits den Grüngürtel als Naherholungsgebiet für die Stadtbevölkerung zu erhalten.

Raumplanung

Die Gemeinde Kainbach im speziellen ist mit dem Schaftal dem Milchgraben und dem Ragnitztal zudem einer der wichtigsten Frischluftzubringer nach Graz, wodurch die überregionale Raumplanung des Landes für diese Gebiete ein praktisches Bauverbot ausgesprochen hat, so dass hier eine merkbare Bevölkerungsentwicklung nicht mehr möglich ist.
Gerade aber hier wäre durch Kanal, Wasserversorgung oder öffentliche **Busverbindung die beste Infrastruktur für Wohngebiete gegeben.
Auf den Höhenrücken in Hönigtal, Schillingsdorf und am Schaftalberg ist Bauland infolge der landwirtschaftlichen Struktur nur in sehr geringem Umfang bis überhaupt nicht vorhanden.

Gemeindewachstum

Aus dieser Sicht scheint erkennbar, dass die Gemeinde in den letzten 40 Jahren um 1.000 Personen gewachsen ist, also pro Jahr um 25 Einwohner. Diese an sich gesunde Entwicklung stimmt aber nur bedingt, da in den Jahren von 1961 bis 1971 allein ein Zuwachs von 536 Personen erfolgte. Der Grund dieses überdurchschnittlichen Anstiegs lag in der Tatsache, dass in diesem Zeitraum der Konvent der Barmherzigen Brüder in Kainbach unter Pater Prior Josef Voigt einen enormen Ausbau der Bettenkapazität von 250 auf 600 Patienten vornahm und diese letztlich hier wohnhaft wurden. Interessant ist die Tatsache, dass auch heute noch immer zirka 600 Patienten hier wohnen, jedoch sich die Unterbringungsmöglichkeiten vervielfacht haben. Aus dieser Entwicklung ist einerseits erkennbar, in welch enormem Ausmaß man eine Verbesserung der Lebensbedingungen und damit eine Erhöhung der Heilungschancen für die Patienten erreichte, andererseits aber auch die Anzahl der Bediensteten im Pflegebereich von zirka 80 in den frühen 60er Jahren auf über 400 stieg.
Wie bereits erwähnt, sind die Patienten mit ordentlichem Wohnsitz in Kainbach gemeldet, von den über 400 Bediensteten sind nur etwa 100 hier wohnhaft, die restlichen 300 sind Pendler vorwiegend aus der Oststeiermark und Graz.

Bauland - Bautätigkeit

Im Vergleich zu den anderen Umlandgemeinden von Graz wie Raaba, Hart bei Graz (früher Hart - St. Peter) oder Laßnitzhöhe, die in den letzten Jahren durch eine sehr expansive Baulandentwicklung jährliche Zuwachsraten von einigen hundert Personen hatten, blieb es in Kainbach relativ ruhig. Lediglich in der Ragnitz hat es durch die Verbauung der so genannten Steiner-Gründe 1993 bis 1995 auf der Seite von Kainbach mit zwölf Wohnhäusern (auf der Seite von Hart mit 28 Häusern) eine größere Wohnbautätigkeit gegeben. In den letzten Jahren wurden auch die Gründe gegenüber der Steiner-Gründe aufgeschlossen und bebaut. Teilweise wurden auch Gründe entlang der Verbindungstraßen, je nach Lage, als mögliches Bauland ausgewiesen. Üblicherweise kommen hier Verwandte 1. Grades zum Vorzug.
Wie begehrt die Gemeinde Kainbach als Wohngebiet ist, beweist die Tatsache, dass es ohne Übertreibung in der Gemeindekanzlei wöchentlich 10 - 15 Anfragen um Baugrundstücke, Häuser, Leibrentenobjekte oder alte und unbewohnte Bauernhäuser gibt.

Gemeindegebiet

Das heutige Gemeindegebiet von Kainbach erstreckt sich vom Schaftalberg bis zur Finkkapelle [PLAN] (bei der Abzweigung nach Höf-Präbach am Ortsbeginn von Laßnitzhöhe) und vom ehemaligen Gasthaus Zur Schießstätte [PLAN]in der Ragnitz bis zum ehemaligen Hahnwirt (= Weingartmann) [PLAN] auf der Ries. Insgesamt sind es 1.774 ha = 17,74 km Die Bevölkerungsdichte liegt mit 1,37 Personen/m im landesüblichen Durchschnitt.

weiterführende Historie

Die Herrschaft Kainbach - das Johannes von Gott Pflegezentrum
Das Gemeindegebiet und die Bevölkerung
Die Ortsgemeinde Kainbach
Das Gemeindewappen - die Entstehungsgeschichte

*Anmerkung:


*Hönigtal bekommt 2007/2008, gefördert duch Mittel der EU, des Bundes, des Landes und der Gemeinde im Rahmen des EU-Projektes "Hügellandes östlich von Graz" Genussregion, einen Regionalen Marktplatz - bzw. einen Ortsplatz Gleichzeitig wird auch ein neues Verkehrskonzept realisiert, die Wasserversorgung teilweise erneuert, und die Fernwärme Hönigtal in Angriff genommen.

**Anmerkung:

Busverbindungen: Die Linie 420 ist derzeit die Einzige die die Stecke von Graz nach Gleisdorf über Ragnitz(straße), Hönigtal, Laßnitzhöhe, Nestelbach bei Graz, Laßnitztal und zurück bedient.
Mo-Sa im Durchschnitt alle 60 Minuten von Graz ab 7:00Uhr - 19:35Uhr (Sa. 16.35Uhr)
Mo-Sa von Gleisdorf alle 60 Minuten von Gleisdorf ab 5:00Uhr - 18:16Uhr (Sa. 16:16Uhr) s. » Auflistung der Regional-Linien und Streckenfahrpläne als PDF
Linie G30 / Zone 101 Graz (Ist eine Zusammenfassung mehrerer Linien auf einer Strecke zu Übersichtsfahrplänen ausgesuchte Haltestellen und Gesamtfahrplänen - alle Haltestellen) - Graz Hauptbahnhof - Jakominiplatz - Ries - Schillingsdorf »||« Schillingsdorf - Ries - Opernring - Graz Hauptbahnhof

Einzelnachweise und Quellen:

Kurzer Auszug aus der Gemeindechronik: "Gemeinde Kainbach" Vergangenheit und Gegenwart
(c) 1997 Gemeinde Kainbach (Herausgeber)
Redaktion: Gernot Fournier u. Viktor Hochfellner (für den Inhalt Verantwortlich)
Satz u. Layout: Verlag Josef Riegler 8071 Hausmannstätten
Druck: Steiermärkische Landesdruckerei, Graz

. die Texte und Informationen wurden teilweise, mit freundlicher Zustimmung vom Mitautor der Gemeindechronik, Viktor Hochfellner, aus dieser 660 seitigen Gemeindechronik entlehnt, welche im Gemeindeamt erhältlich ist.
Diese Chronik enthält auch noch Illustrationen, Bilder, Geschichten, Beschreibungen über Kulturdenkmäler und landschaftliche Besonderheiten sowie Sitte u. Brauchtum, Vereine u. Vereinigungen, Quellen u. Literaturnachweise usw.

Zusammen mit Herrn Viktor Hochfellner und mir wurde die Bilderserie Sehenswertes Kainbach erstellt und ist auf Google+ einsehbar. Dieses Werk steht unter einer CreativeCommons-Lizenz
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/at/v
s. auch:
http://www.kainbach.info/impressum.php#3517359c3f11e6909
"komerzinfo.txt"

Dies gilt auch für die "weiterführende Historie":
Die Herrschaft Kainbach - das Johannes von Gott Pflegezentrum
Das Gemeindegebiet und die Bevölkerung
Die Ortsgemeinde Kainbach
Das Gemeindewappen - die Entstehungsgeschichte

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