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Gemeindewappen

© Gem. Kainbach bei Graz.

Bereits unter dem seinerzeitigen Bürgermeister, ÖR Alois Gölles, ist immer wieder davon gesprochen worden, dass man in der Gemeinde Kainbach nun mehr einmal sich konkret um ein Gemeindewappen bemühen sollte. Wie bei solchen Dingen üblich, die nicht unbedingt lebensnotwendig für die Gemeinde sind, wurde dieser Vorschlag in schöner Regelmäßigkeit alle paar Jahre mehr oder minder mit Nachdruck von einzelnen Gemeinderäten betrieben.

Aber erst in der Gemeinderatssitzung vom 13. Februar 1989 wurde unter Punkt 5 der Tagesordnung: Beschlussfassung über die Erstellung eines Gemeindewappens auf Antrag von Bürgermeister Plesch der einstimmige Beschluss gefasst, das Steiermärkische Landesarchiv, konkret Herrn Dr. Heinrich Purkarthofer, zu ersuchen, auf Grund der geschichtlichen Entwicklung Entwürfe für ein Gemeindewappen auszuarbeiten.

© Gem. Kainbach bei Graz.

In der Gemeinderatssitzung vom 27. April 1989 wurden dem Gemeinderat drei Vorschläge vorgelegt.
In einer längeren Beratung entschloss sich der Gemeinderat für die Variante 1: Die Wappengestaltung erfolgt nach den so genannten heraldischen Regeln. Diese besagen, dass die Wappenfiguren abstrahiert, vereinfacht auf die wesentlichsten Erkennungsmerkmale ohne Räumlichkeit im Wechsel von Metall und Farbe wiederzugeben sind. Die heraldischen Regeln besagen auch, dass jedes neue Wappen sich von schon geführten zu unterscheiden hat. Das ist ein wesentliches Moment in der Heraldik, da ein Wappen ursprünglich das Unterscheidungszeichen des Vollgerüsteten Ritters war Zusätzlich soll ein Wappen einen tieferen Sinn haben und ästhetisch wirken.

© Gem. Kainbach bei Graz.

Laut steirischer Gemeindeordnung haben zusätzlich Gemeindewappen einen Bezug zur Gemeinde aufzuweisen. Dieser Bezug kann durch natürliche Gegebenheiten des Gemeindegebietes, durch Pflanzenwuchs, durch Bodenfunde aller Art oder auch durch die Erwerbstätigkeit der Gemeindebevölkerung in Vergangenheit und Gegenwart gefunden werden. Aus derartigen Erwägungen wurde auch das Wappen der Gemeinde Kainbach erstellt. Der Bezug zur Gemeinde wurde durch die Geschichte des Gemeindegebietes hergestellt Da anfänglich das ganze Gemeindegebiet landesfürstlich war; wurden die Landesfarben Silber/Grün als Farben des Wappens der Gemeinde Kainbach gewählt. Das Wappentier der steirischen Herzöge, der Panther trägt das Zeichen des Deutschen Ritterordens, das Deutsche Kreuz, in seinen Pranken. Er steht hinten, weil er jenen Teil der Gemeinde vertritt, der am frühesten vom Landesfürsten weggegeben wurde. Er kehrt dem vorne im Wappen stehenden Löwen - entnommen dem Wappen der Edlen von Kainbach - den Rücken zu, umso die Teilung des Gemeindegebietes durch den Höhenzug der Ries zu zeigen. Doch beide Tiere, Löwe und Panther wenden einander ihr Haupt zu. Es ist mehr als die Höflichkeit, die ein Wappen verlangt; die Menschen diesseits und jenseits der Ries sind in einem Gemeinwesen verbunden, in der auf den Gründen von Kainbach die Barmherzigkeit ein Heim gefunden hat, dessen Sinnbild der Granatapfel ist.

© Gem. Kainbach bei Graz.

Der Text in der Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 11. September 1989 mit Wirkung vom 1. Oktober 1989 über die Verleihung des Rechtes zur Führung des Wappens lautete sodann: In Grün silbern auswärtsgekehrt und widersehend ein Löwe mit ausgeschlagener Zunge und ein gehörnter; aus dem Rachen Flammen stoßender Panther; der Löwe mit einem Granatapfel, der Panther mit einem Deutschordenskreuz in den Vorderpranken; die Schwänze der Tiere zweifach verschlungen.
Eine derartige Wappengestaltung gab es bisher noch nicht. Dieser Entwurf unterscheidet sich deshalb allein grundlegend durch die Gestaltung, abgesehen von den Figuren, von allen anderen steirischen Gemeindewappen. In der Zwischenzeit weiß man sowohl durch Aussagen von Fachleuten, aber auch von Laien, dass das Gemeindewappen von Kainbach zu den schönsten des Landes zählt.

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Einzelnachweise und Quellen:

Kurzer Auszug aus der Gemeindechronik: "Gemeinde Kainbach" Vergangenheit und Gegenwart
(c) 1997 Gemeinde Kainbach (Herausgeber)
Redaktion: Gernot Fournier u. Viktor Hochfellner (für den Inhalt Verantwortlich)
Satz u. Layout: Verlag Josef Riegler 8071 Hausmannstätten
Druck: Steiermärkische Landesdruckerei, Graz

. die Texte und Informationen wurden teilweise, mit freundlicher Zustimmung vom Mitautor der Gemeindechronik, Viktor Hochfellner, aus dieser 660 seitigen Gemeindechronik entlehnt, welche im Gemeindeamt erhältlich ist.
Diese Chronik enthält auch noch Illustrationen, Bilder, Geschichten, Beschreibungen über Kulturdenkmäler und landschaftliche Besonderheiten sowie Sitte u. Brauchtum, Vereine u. Vereinigungen, Quellen u. Literaturnachweise usw.

Zusammen mit Herrn Viktor Hochfellner und mir wurde die Bilderserie Sehenswertes Kainbach erstellt und ist auf Google+ einsehbar. Dieses Werk steht unter einer CreativeCommons-Lizenz
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/at/v
s. auch:
http://www.kainbach.info/impressum.php#3517359c3f11e6909
"komerzinfo.txt"

Dies gilt auch für die "weiterführende Historie":

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