Ortsgemeinde Kainbach

Diese ziemlich große Ortsgemeinde wird begrenzt, im Nord-Osten von Purgstall und Edelsbach, im Osten vom Bezirke (Weiz)Gleisdorf, im Süden von den Gemeinden Webling, Hart, Waltendorf und Graz, im Westen und Norden von Fölling.
Die größte Erstreckung von Süden nach Norden beträgt 3100, die von Osten nach Westen 4800 Klafter

Mehrere Hügelreihen durchziehen die Gemeinde, zwischen denen das Ragnitzthal (Ragnitztal), als das bedeutendste von Osten nach Westen läuft. — Die nennenswertesten Höhen sind der Schafberg im Norden als Grenzpunkt mit Fölling und Purgstall, etwas südlicher der Rohrberg, ferner der Bergrücken Hönigthal (Hönigtal) im Nordwesten, über welchen ein Fahrweg von Graz über Lustbichel (Lustbühel) zur Gleisdorfer Straße führt.
Der Bergrücken des Maria-Troster - Waldes zwischen dem Kroisbach und Stiftingthal (Stiftingtal), über welchen ein sehr anmutiger und einst ein viel begangener Fußweg von St. Leonhard nach Maria-Trost führt, u. endlich die Ries nächst St. Leonhard, dort, wo sich das Stifting- und Ragnitz-Thal trennen.

Der Ragnitzbach entspringt im Osten der Gemeinde Hönigthal und nimmt die meisten Bäche dieser Gemeinde auf Diese sind: der Milchgrabenbach, der im gleichnamigen Graben entspringt, der Kainbach und noch einige unbenannte Bächchen. Ferner ist noch an der westlichen Grenze der Stiftingbach. Er entspringt aus der Vereinigung des im Norden der Gemeinde Rohrbach entspringenden Schafthal- und des Hollergraben-Baches, heißt zuerst Rohrbach und fällt vereiniget mit dem Ragnitzbach im Stadtbezirke Graz in die Mur.

Endlich ist noch der Hönigbach, der im Nordosten entspringt und in den Bezirk (Weiz)Gleisdorf fließt. Die beiden Täler, nämlich das Ragnitz- und das Stiftingthal, so wie die Gegend Hönigthal sind reich an äußerst lieblichen Spaziergängen und gewähren mannigfaltige Abwechslungen.

Der Boden ist vorherrschend sandig, nur am Ragnitzbach und im Stiftingthal sind Lehm, und ist daher auch stellenweise moosig.

Der Obstbau ist hier sehr im Schwunge, jedoch nicht nur zur Erzeugung von Obstmost. Veredelte Äpfel, womit ein ausgedehnter Handel getrieben wird, finden sich in der Gemeinde Kainbach und in den angrenzenden Gemeinden. Diese Art von Obstbau zieht sich über das ganze Hügelland östlich von Graz und hinein in den Bezirk Weiz.

Auf der Höhe des Bergrückens südöstlich vom Stiftingthal läuft eine aerarische Straße, die in ihrer Fortsetzung zwischen den Gemeinden Edelsbach und Höf nach Gleisdorf und Fürstenfeld führt und die früher Ungar-Straße hieß. (Ungarn-Straße, Später Fürstenfelder Bundesstraße, dann Gleisdorfer Straße bzw. Bundesstraße 65)

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Einzelnachweise und Quellen:

Kurzer Auszug aus der Gemeindechronik: "Gemeinde Kainbach" Vergangenheit und Gegenwart
(c) 1997 Gemeinde Kainbach (Herausgeber)
Redaktion: Gernot Fournier u. Viktor Hochfellner (für den Inhalt Verantwortlich)
Satz u. Layout: Verlag Josef Riegler 8071 Hausmannstätten
Druck: Steiermärkische Landesdruckerei, Graz

. die Texte und Informationen wurden teilweise, mit freundlicher Zustimmung vom Mitautor der Gemeindechronik, Viktor Hochfellner, aus dieser 660 seitigen Gemeindechronik entlehnt, welche im Gemeindeamt erhältlich ist.
Diese Chronik enthält auch noch Illustrationen, Bilder, Geschichten, Beschreibungen über Kulturdenkmäler und landschaftliche Besonderheiten sowie Sitte u. Brauchtum, Vereine u. Vereinigungen, Quellen u. Literaturnachweise usw.

Zusammen mit Herrn Viktor Hochfellner und mir wurde die Bilderserie Sehenswertes Kainbach erstellt und ist auf Google+ einsehbar. Dieses Werk steht unter einer CreativeCommons-Lizenz
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/at/v
s. auch:
http://www.kainbach.info/impressum.php#3517359c3f11e6909
"komerzinfo.txt"

Dies gilt auch für die "weiterführende Historie":

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